Gehen wir weiter zum Do-Pavillon?

Pavilion Do Mn

Planet Creation Phase 4
Carolina: Ihre Frage impliziert, dass ich zuerst ein Thema gewählt habe und dann angefangen habe zu malen. Auf diese Weise kamen die Werke jedoch nicht zustande und wurden so auch nicht zusammengestellt. Wie Sie sehen, habe ich an diesen Werken in verschiedenen Jahren gearbeitet: 1994, 2002, 2003, 2006, 2007, 2013, 2015 und 2016. Ich folge einem inneren Drang etwas auszudrücken. Dafür ist mein Atelier der perfekte Ort; dort kann ich malen und zeichnen. Zunächst erscheint es, als gäbe es keine Verbindung zwischen den Kunstwerken, die ich erschaffen habe. Allerdings, gibt es hinterher doch immer etwas das die Werke mit einander verbindet. Dank der Unterstützung meines Mannes, der seit ich ihn kenne meinen kreativen Prozess verfolgt, entdecke ich Themen in meiner Arbeit – oft weit mehr als ich mir selbst bewusst bin.

Carolina: Do ist die tiefste Note auf der Musikskala in der westlichen Welt. Rot besitzt die niedrigste Lichtfrequenz die wir noch mit bloßem Auge wahrnehmen können. Für mich ist die Natur der Beginn allen Lebens. Ich liebe das Gärtnern. Es ist wunderbar Pflanzen gedeihen zu sehen. Die Formen und Farben zu entdecken. Es ist auch wahrlich beeindruckend wie Tiere und Menschen heranwachsen. Für mich birgt diese wachsende Kraft etwas Schönes, ein kreatives Mysterium. Die Wissenschaft hat noch keine Erklärung für den Ursprung dieser immer wiederkehrenden Kraft des Lebens. Wir leben alle auf dieser Erde, diesem grünen, wachsenden Planeten. Es ist etwas, das man mit Sorgfalt behandeln muss. Mit der Entstehung unserer Erde beginnt also die erste Geschichte.

Fauna

Carolina: Als nach dem Urknall unser Sonnensystem entstand, verdichtete sich eine große Staubwolke zu fester Erde. Wasser begann auf diesem festen Boden zu kondensieren. Daraus bildeten sich nach und nach die Ozeane und die sie umgebende Atmosphäre. Also gab es Luft und Meere. Mikroorganismen und Pflanzen entwickelten sich. Die ersten Pflanzen hatten keine sexuelle Vielfalt. Erst als eine sexuelle Diversität in diesem wunderschönen, kreativen, irdischen Prozess auftrat, war eine schnellere Weiterentwicklung möglich. Im Grunde haben wir nicht eine Welt, wir sind eine Welt. Mir scheint der zeitgenössische Geist tut sich oft schwer damit, die wahre Natur des Planeten auf dem er lebt, zu begreifen. Das ist auch der Titel des letzten Kunstwerkes in dem Do Pavillon, es heißt ‚Eine Welt‘. Das ist nichts Religiöses, Politisches oder Wirtschaftliches, es ist lediglich das Prinzip ihrer Natur. Ich liebe den Planeten auf dem ich lebe wirklich sehr! Was ist mit Ihnen?